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Zu viele Unfälle in Tschechien

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Tschechiens Verkehr

Das Autobahnnetz wird seit dem Fall des eisernen Vorhangs immer weiter ausgebaut.

So etwa die Autobahn Prag - Pilsen (-> Nürnberg) oder (Dresden -) Prag - Budweis (-> Linz ).

Flughäfen befinden sich in Prag (9,7 Mio abgefertigter Personen im Jahr 2004, Jahreszunahme 20 %), Brünn, Ostrau und Karlsbad.

Die meisten Hauptstädte der Regionen können über Sportflugplätze angeflogen werden.

Neue Verkehrsregeln in Arbeit

Von einer Revolution schreiben tschechische Zeitungen, gar von einer Peitsche für Autofahrer: Es geht um eine Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung, die Tschechiens Strassen sicherer machen soll. Zwei Drittel der Bevölkerung sind die Zustände auf den Straßen ihres Landes leid. Täglich werden ihnen im Fernsehen die Bilder schlimmer Unfälle gezeigt. Und vor allem die Autobahnen des Landes sind davon betroffen.

Prag: Hauptthema der Novelle ist die Einführung von Strafpunkten nach dem Vorbild der deutschen Flensburger Sünderkartei. Wer nur zwei Mal das Überholverbot ignoriert, fängt sich sofort zwölf Punkte ein und ist für ein ganzes Jahr seinen Führerschein los. Eine Tour unter Alkoholeinfluss wird mit sieben Punkten besonders hart geahndet.

Aber auch ein vier mal mit dem Mobiltelefon am Ohr erwischt zu werden bring auch ein Jahr ohne Führerschein.

Genau in Deutschland muss man vor dem Wiedererwerb des Führerscheins erneut die Schulbank der Fahrschule drücken. Wer sich dagegen ordentlich verhält, bekommt seine Strafpunkte gelöscht. Nach drei Jahren ohne Vergehen hat man wieder eine weiße Weste.

Eine Kooperation der tschechischen Strafpunkte mit Flensburg ist nicht vorgesehen.

Strafen werden teurer - sofort zahlen dennoch günstiger

Die Mindeststrafe für kleinere Vergehen liegt nun bei 1000 Kronen (€ 33). Die Höchststrafe steigt auf 50 000 Kronen. Berufskraftfahrer zahlen die doppelte Summe. 20 km/h schneller als die erlaubte Geschwindigkeit wird mit bis zu 2500 Kronen bestraft.

Generell gilt, dass sich die Summe verdoppelt, wenn der Fahrer nicht gleich vor Ort zahlen will oder kann und der Sachverhalt dem Gericht übergeben werden muss. Das selbe gilt auch für Touristen, denen die Polizei jedoch nach wie vor nicht den Führerschein entziehen kann.

Zu den Neuerungen zählt die Pflicht, das ganze Jahr auch tagsüber mit eingeschaltetem Abblendlicht zu fahren. Kindersitze in Autos sind ebenfalls vorgeschrieben. Radarwarngeräte werden dagegen verboten.

Bei den Winterreifen wird gespart

Der Vorschlag, Winterreifen zur Pflicht zu machen konnte nicht durchgesetzt werden. Zwei Drittel aller Autofahrer in Tschechien "sparen" an diesem Punkt und fahren das ganze Jahr über mit Sommerreifen. Vor allem schwere LKWs blockieren im Winter immer wieder Straßen in Gebirgsgegenden. Diese dürfen nun auf zweispurigen Straßen nicht mehr andere Lkw überholen.